SMB1 am Drucker deaktivieren und moderne Freigabe nutzen

Lesedauer: 8 Min
Aktualisiert: 19. Juli 2026 04:58

Warum die ältere Freigabe heute meist nicht mehr die beste Wahl ist

Bei Netzwerkdruckern und Multifunktionsgeräten ist das alte SMB1-Protokoll oft die Ursache für unnötige Verbindungen über veraltete Freigaben. Für den normalen Druckbetrieb ist es in der Regel sinnvoller, SMB1 am Drucker abzuschalten und auf eine moderne Freigabe oder eine aktuelle Netzwerkanbindung zu setzen. Das erhöht die Sicherheit und verringert die Angriffsfläche im Heim- oder Büronetz.

Wichtig ist dabei die Reihenfolge: Erst prüfen, ob der Drucker wirklich nur noch über SMB1 erreichbar ist, dann die aktuelle Freigabeart festhalten und erst danach umstellen. So vermeidest du, dass Scan- oder Druckziele plötzlich nicht mehr erreichbar sind. Bei vielen Geräten betrifft die Änderung vor allem ältere Netzlaufwerke, Scan-to-Folder-Ziele oder direkte Freigaben an einen Rechner.

Woran du erkennst, ob noch die alte Freigabe genutzt wird

Typisch ist, dass der Drucker zwar im Netz sichtbar ist, aber gespeicherte Scan- oder Speicherziele nicht mehr funktionieren. Auch Anmeldedaten, die vor Jahren eingerichtet wurden, können auf eine alte Freigabeform hinweisen. Wenn ein Gerät nur mit bestimmten älteren Computern oder Servern zusammenarbeitet, ist das ein weiteres Zeichen.

Am sichersten ist der Blick in die Netzwerkeinstellungen des Druckers oder in das Web-Menü des Geräts. Dort findest du oft die gespeicherten Ziele, Protokolle oder Freigabearten. Prüfe außerdem, ob der Drucker direkt auf einen Ordner, eine SMB-Freigabe oder einen PC mit fester Adresse zugreift.

Vorbereitung vor der Umstellung

Bevor du Änderungen vornimmst, solltest du die vorhandenen Einträge sichern oder notieren. Das ist besonders wichtig, wenn mehrere Benutzer Scanprofile, Favoriten oder Freigabezielen auf dem Gerät hinterlegt haben. So kannst du bei Bedarf die alte Konfiguration nachvollziehen.

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  • Modellbezeichnung des Druckers ablesen.
  • Aktuelle Speicher- und Scanziele notieren.
  • Benutzername, Ordnerpfad und Servername prüfen.
  • Vorhandene Netzwerkadresse des Druckers festhalten.
  • Testen, ob Drucken bereits unabhängig vom Scanpfad funktioniert.

Diese Vorbereitung hilft dir zu unterscheiden, ob nur die Freigabe angepasst werden muss oder ob zusätzlich die Netzverbindung und die Zieladresse sauber neu eingerichtet werden sollten.

SMB1 am Drucker abschalten

Der genaue Weg hängt vom Modell ab, der Grundablauf ist aber meist ähnlich. Du öffnest das Bedienfeld am Drucker oder das Web-Menü über die IP-Adresse im Browser und suchst nach Netzwerk-, Scan- oder Freigabeeinstellungen. Dort kann das alte Protokoll deaktiviert oder durch eine aktuelle Freigabeart ersetzt werden.

Anleitung
1Am Drucker oder im Web-Menü die Netzwerkeinstellungen öffnen.
2Den Bereich für Freigaben, Scanziele oder Protokolle aufrufen.
3SMB1, alte Windows-Freigaben oder veraltete Netzwerkoptionen deaktivieren.
4Falls vorhanden, SMB2 oder SMB3 als aktuelle Freigabeart verwenden.
5Änderungen speichern und den Drucker einmal neu starten.

  1. Am Drucker oder im Web-Menü die Netzwerkeinstellungen öffnen.
  2. Den Bereich für Freigaben, Scanziele oder Protokolle aufrufen.
  3. SMB1, alte Windows-Freigaben oder veraltete Netzwerkoptionen deaktivieren.
  4. Falls vorhanden, SMB2 oder SMB3 als aktuelle Freigabeart verwenden.
  5. Änderungen speichern und den Drucker einmal neu starten.

Wenn dein Modell nur eine eingeschränkte Auswahl bietet, geht es oft nicht um eine direkte Protokollauswahl, sondern um das Löschen und Neuanlegen der Freigabe. Dann sollte das Ziel mit einer aktuellen Adresse, gültigen Anmeldedaten und einem erreichbaren Ordnerpfad neu eingerichtet werden.

Moderne Freigabe richtig einrichten

Die moderne Freigabe funktioniert am zuverlässigsten, wenn du mit einer festen Zielstruktur arbeitest. Das heißt: ein freigegebener Ordner mit klarem Namen, ein Benutzerkonto mit Schreibrechten und eine stabile Netzwerkadresse für den Zielrechner oder NAS. So vermeidest du spätere Verbindungsfehler nach einem Neustart oder einer Adressänderung.

Für viele Geräte ist es hilfreich, nicht den Rechnernamen, sondern die IP-Adresse oder eine sauber aufgelöste Netzwerkadresse zu verwenden. Wenn der Drucker beim Scannen ein Ziel nicht mehr findet, liegt das häufig an einer geänderten Adresse oder an abgelaufenen Zugangsdaten. Dann muss das Ziel am Gerät aktualisiert werden.

Ordner und Rechte sauber vorbereiten

Lege den Zielordner so an, dass der Drucker darauf zugreifen darf. Dafür braucht das Geräte- oder Scan-Konto in der Regel Lese- und Schreibrechte. Ohne diese Rechte kann der Drucker zwar den Pfad sehen, aber keine Daten ablegen.

Wichtig ist auch, dass der Ordner dauerhaft erreichbar bleibt. Ein lokaler Ordner auf einem ausgeschalteten PC ist für eine dauerhafte Freigabe ungeeignet. Besser sind ein ständig erreichbarer Rechner, ein Server oder ein NAS mit stabiler Netzadresse.

Scanziel neu hinterlegen

Nach der Umstellung solltest du das alte Ziel am Drucker löschen und neu anlegen. Dabei trägst du den aktuellen Pfad, den Benutzernamen und das Kennwort ein. Anschließend führst du einen kurzen Testscan aus, damit du sofort siehst, ob die Freigabe erreichbar ist.

Falls der Test fehlschlägt, kontrolliere zuerst die Erreichbarkeit des Zielordners und danach die Zugangsdaten. So findest du schneller heraus, ob das Problem an der Freigabe selbst oder an der Anmeldung liegt.

So findest du die Einstellung am Gerät oder im Web-Menü

Je nach Hersteller liegt die Funktion an einer anderen Stelle. Häufig findest du sie unter Netzwerk, Scan, Speicherziel, Protokolle oder erweiterte Einstellungen. Bei Geräten mit Weboberfläche ist der Einstieg meist über die IP-Adresse des Druckers im Browser am einfachsten.

  • Am Bedienfeld nach Netzwerk oder Scan suchen.
  • Im Web-Menü die Register für Freigaben und Protokolle öffnen.
  • Gespeicherte Ziele auf alte Pfade prüfen.
  • Veraltete Benutzerkonten oder Servernamen löschen.
  • Nach der Änderung immer einen Testdruck oder Testscan starten.

Wenn du die Einstellung nicht direkt findest, hilft das Handbuch des Modells oder die Menüsuche im Webinterface. Entscheidend ist nicht der exakte Menüname, sondern dass du den Bereich findest, in dem der Drucker seine Speicher- und Scanwege verwaltet.

Wenn nach der Umstellung nichts mehr funktioniert

Bleibt der Zugriff nach dem Wechsel aus, prüfe zuerst die Netzwerkverbindung des Druckers. Ist das Gerät überhaupt im gleichen Netz wie der Zielrechner? Hat der Drucker noch eine gültige IP-Adresse? Und ist der Zielordner wirklich erreichbar?

Danach kontrollierst du die Freigabedaten Schritt für Schritt: stimmt der Pfad, ist der Benutzer korrekt, ist das Kennwort aktuell und hat der Ordner Schreibrechte? Diese vier Punkte sind häufiger Ursache als das Protokoll selbst. Erst wenn sie stimmen, lohnt sich der Blick auf Treiber, Geräteeinstellungen oder die Druckwarteschlange.

Checkliste für eine sichere Umstellung

  • Modellnummer und Firmwarestand prüfen.
  • Alte Ziele, Namen und Kennwörter notieren.
  • Aktuellen Netzwerkpfad des Zielordners kontrollieren.
  • SMB1 oder alte Freigaben am Drucker deaktivieren.
  • Moderne Freigabe oder SMB2/SMB3 einrichten, falls das Gerät es unterstützt.
  • Benutzerrechte auf dem Zielsystem prüfen.
  • Testscan oder Testzugriff auslösen.
  • Bei Fehlern Adresse, Rechte und Zugangsdaten erneut kontrollieren.

Was bei gemischten Umgebungen zu beachten ist

In Haushalten und kleinen Büros laufen oft ältere und neuere Geräte nebeneinander. Dann kann es sein, dass ein Drucker noch über alte Freigaben arbeitet, während andere Geräte bereits auf aktuellen Protokollen laufen. Das ist ein guter Moment, die Ablagewege zu vereinheitlichen und nicht jeden Rechner einzeln mit Sonderlösungen zu versorgen.

Gerade bei Scan-zu-Ordner-Funktionen ist es sinnvoll, einen klaren Standard zu setzen. Ein fester Zielordner, ein eindeutiges Benutzerkonto und eine aktuelle Freigabeart sparen später viel Sucharbeit. Auch nach Routerwechseln oder PC-Neuinstallationen bleibt die Struktur dann leichter nachvollziehbar.

Wann du die Änderung lieber nicht erzwingen solltest

Wenn das Gerät nur noch mit einer alten Software oder einer sehr speziellen Serverumgebung zusammenarbeitet, kann eine Umstellung ohne Plan mehr Probleme schaffen als lösen. Dann solltest du zuerst prüfen, ob das Modell die aktuelle Freigabeart überhaupt unterstützt. Falls nicht, ist ein alternativer Scanweg oft besser als ein halbfertiger Umbau.

Das gilt auch, wenn auf dem Gerät mehrere wichtige Profile gespeichert sind, etwa für Kanzlei, Praxis oder Teamordner. In solchen Fällen ist eine schrittweise Umstellung mit einem Testprofil sinnvoller als eine komplette Änderung auf einmal.

Häufige Fragen zum Abschalten von SMB1 am Drucker

Woran erkenne ich, ob mein Drucker noch SMB1 für Scan-Ziele nutzt?

Ein typisches Zeichen ist, dass ältere Scan-to-Folder-Ziele noch funktionieren, während neu angelegte oder modernere Freigaben Probleme machen. Auch gespeicherte Ziele, die nur auf bestimmte ältere Rechner reagieren, deuten oft auf SMB1 oder eine veraltete Freigabe hin. Am zuverlässigsten prüfst du die Zielangaben direkt im Web-Menü oder am Bedienfeld des Druckers.

Kann ich SMB1 einfach deaktivieren, ohne dass Drucken betroffen ist?

In vielen Fällen ja, weil SMB1 meist nur für Netzfreigaben, Scan-Ziele oder ähnliche Speicherwege genutzt wird. Der reine Druckbetrieb läuft häufig über andere Dienste und bleibt davon unberührt. Kritisch wird es vor allem dann, wenn der Drucker selbst alte Freigaben oder veraltete Speicherziele verwendet.

Was mache ich, wenn der Drucker nach der Umstellung kein Scan-Ziel mehr findet?

Dann liegt das Problem meist nicht am Drucken, sondern am Zielpfad, an den Rechten oder an der gespeicherten Adresse. Prüfe zuerst, ob der Zielordner noch erreichbar ist und ob Benutzername und Kennwort noch stimmen. Danach solltest du das Ziel am Drucker löschen und mit der aktuellen Freigabe neu anlegen.

Ist SMB2 oder SMB3 am Drucker immer die bessere Wahl?

Für moderne Netzwerke ist eine aktuelle Freigabe in der Regel die bessere und sicherere Wahl als SMB1. Ob dein Gerät SMB2 oder SMB3 direkt unterstützt, hängt vom Modell und der Firmware ab. Wenn der Drucker nur eingeschränkte Optionen bietet, ist oft eine sauber neu eingerichtete Freigabe der praktikablere Weg.

Verliere ich durch einen Werksreset die Netzwerkeinstellungen und Scanprofile?

Ja, ein Werksreset kann gespeicherte WLAN-Daten, Scanziele, Adressbücher und andere individuelle Einstellungen löschen. Deshalb solltest du ihn nicht als ersten Schritt wählen, wenn nur SMB1 deaktiviert oder eine Freigabe ersetzt werden soll. Notiere vorher alle wichtigen Ziele und Zugänge, damit du sie später vollständig neu einrichten kannst.

Checkliste
  • Modellbezeichnung des Druckers ablesen.
  • Aktuelle Speicher- und Scanziele notieren.
  • Benutzername, Ordnerpfad und Servername prüfen.
  • Vorhandene Netzwerkadresse des Druckers festhalten.
  • Testen, ob Drucken bereits unabhängig vom Scanpfad funktioniert.

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