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Drucker mieten für Unternehmen: Wann lohnt sich ein Seitenpreis-Modell?

Drucker mieten für Unternehmen: Wann lohnt sich ein Seitenpreis-Modell?
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde ganz oder teilweise mithilfe generativer KI erstellt. Das Titelbild stammt entweder aus eigener KI-gestützter Erstellung oder aus einer lizenzierten Bildquelle.

Ein Seitenpreis-Modell rechnet sich für ein Unternehmen vor allem dann, wenn das monatliche Druckvolumen ausreichend stabil ist und der Vertrag Verbrauchsmaterial, Wartung sowie Reparaturen sinnvoll bündelt. Entscheidend ist nicht der niedrige Preis einer einzelnen Schwarzweißseite, sondern die monatliche Gesamtsumme bei der tatsächlichen Mischung aus Schwarzweiß-, Farb- und A3-Drucken. Schwankt das Volumen stark oder liegt eine hohe Mindestabnahme deutlich über dem Bedarf, kann ein scheinbar günstiger Mietdrucker unnötig teuer werden.

Vor der Unterschrift sollten mindestens drei bis sechs Monate an Seitenzählerständen ausgewertet werden. Erst damit lässt sich beurteilen, ob Freiseiten, Mindestvolumen und Mehrseitenpreise zum Unternehmen passen.

Was bei einem Seitenpreis-Modell abgerechnet wird

Bei dieser Vertragsform setzt sich die monatliche Belastung meist aus einer Grund- oder Geräterate und nutzungsabhängigen Seitenpreisen zusammen. Häufig gelten getrennte Preise für Schwarzweiß und Farbe. Toner beziehungsweise Tinte sowie bestimmte Wartungs- und Reparaturleistungen können eingeschlossen sein, der genaue Umfang ergibt sich jedoch ausschließlich aus dem jeweiligen Vertrag.

Der Begriff Seitenpreis wird auch als Klickpreis bezeichnet. Ein Klick entspricht normalerweise einer bedruckten Seite, nicht einem Blatt Papier. Ein beidseitig bedrucktes Blatt kann somit als zwei Seiten zählen. Für A3-Ausgaben, randlose Drucke oder besondere Medien können abweichende Faktoren gelten. Papier ist häufig nicht enthalten, darf aber nicht ohne Prüfung des Angebots als separate Leistung vorausgesetzt werden.

Die Abrechnung kann unterschiedlich aufgebaut sein:

Ein Kontingent und ein Mindestvolumen sind wirtschaftlich nicht dasselbe. Bei einem Kontingent sind Seiten bis zur festgelegten Menge bereits bezahlt. Eine Mindestabnahme verpflichtet das Unternehmen dagegen zur Bezahlung einer bestimmten Menge, selbst wenn weniger gedruckt wird. Ob ungenutzte Seiten in den nächsten Monat übertragen werden, muss ausdrücklich geregelt sein.

Die Wirtschaftlichkeit mit Seitenzählern prüfen

Eine brauchbare Kalkulation beginnt mit den Zählerständen des Druckers oder Multifunktionsgeräts. Schätzungen einzelner Beschäftigter sind zu ungenau, weil automatische Berichte, Kopien, Fehldrucke und wiederkehrende Arbeitsabläufe leicht übersehen werden. Bei mehreren Geräten sollten die Werte je Gerät erfasst werden, damit ein stark genutztes System nicht mit einem kaum verwendeten Arbeitsplatzdrucker vermischt wird.

  1. Notiere zu Beginn und am Ende jedes Auswertungsmonats die Zähler für Schwarzweiß, Farbe und gegebenenfalls A3.
  2. Berechne je Zähler die Differenz zwischen End- und Anfangsstand.
  3. Ermittle aus mehreren Monaten den Mittelwert und zusätzlich den höchsten Monatswert.
  4. Trenne geplante Daueraufträge von einmaligen Spitzen, etwa einer großen Aussendung.
  5. Setze diese Werte in jedes Angebot mit dessen eigener Abrechnungslogik ein.

Die Zähler sind häufig über das Bedienfeld, eine gedruckte Status- oder Konfigurationsseite oder die Verwaltungsoberfläche des Geräts erreichbar. Die Bezeichnung unterscheidet sich je nach Hersteller und Modell. Für einen Angebotsvergleich ist wichtig, dass die ausgelesenen Zählerarten mit den im Vertrag berechneten Kategorien übereinstimmen.

Formel für Grundrate, Freiseiten und Mehrverbrauch

Bei getrennten Freikontingenten lässt sich eine Monatsrechnung mit folgender Logik abbilden:

Monatskosten = Grundrate + (Schwarzweiß-Mehrseiten × Schwarzweiß-Seitenpreis) + (Farb-Mehrseiten × Farb-Seitenpreis) + sonstige monatliche Kosten

Schwarzweiß-Mehrseiten sind dabei die tatsächlichen Schwarzweißseiten abzüglich der enthaltenen Schwarzweißseiten, mindestens jedoch null. Für Farbe gilt dieselbe Abgrenzung. Alle Beträge müssen entweder netto oder brutto eingesetzt werden; eine Mischung verfälscht das Ergebnis.

Ein unverbindliches Rechenszenario zeigt die Methode. Das Angebot enthält eine monatliche Grundrate von 85 Euro, 1.500 Schwarzweißseiten und 100 Farbseiten. Jede weitere Schwarzweißseite kostet im Beispiel 0,012 Euro, jede weitere Farbseite 0,09 Euro. Hinzu kommen 15 Euro für vertraglich nicht eingeschlossene Zusatzleistungen. Gedruckt werden in einem Monat 2.500 Schwarzweißseiten und 250 Farbseiten.

Monatskosten = 85 Euro + ((2.500 Seiten − 1.500 Seiten) × 0,012 Euro je Seite) + ((250 Seiten − 100 Seiten) × 0,09 Euro je Seite) + 15 Euro

Monatskosten = 85 Euro + 12 Euro + 13,50 Euro + 15 Euro = 125,50 Euro.

Der Zahlencheck passt: 1.000 zusätzliche Schwarzweißseiten ergeben 12 Euro, 150 zusätzliche Farbseiten ergeben 13,50 Euro. Zusammen mit 100 Euro aus Grundrate und Zusatzkosten entstehen 125,50 Euro. Die Werte dienen nur zur Veranschaulichung und müssen durch die Beträge sowie Zählerstände des jeweiligen Unternehmens ersetzt werden.

In diesen Betriebssituationen passt die Abrechnung pro Seite

Das Modell ist besonders gut kalkulierbar, wenn der Druckbedarf aus wiederkehrenden Vorgängen entsteht. Dazu gehören beispielsweise regelmäßig erzeugte Rechnungen, Versandunterlagen, Lieferscheine oder interne Dokumentensätze. Das Volumen muss nicht in jedem Monat identisch sein, sollte aber innerhalb eines vorhersehbaren Bereichs liegen.

Die Kalkulation wird schwächer, wenn Druckaufträge saisonal stark schwanken und nicht genutzte Kontingente verfallen. Auch eine absehbare Digitalisierung von Arbeitsabläufen spricht gegen ein langfristig festgeschriebenes hohes Mindestvolumen. In diesem Fall sollte das Angebot niedrigere Grundmengen, anpassbare Volumenstufen oder kurze Überprüfungsintervalle vorsehen.

Welche Vertragsdetails den Seitenpreis verzerren

Ein günstiger Klickpreis ist nur vergleichbar, wenn alle Anbieter dieselben Leistungen und Seitenarten einbeziehen. Schon eine kleine Farbmarkierung in einem ansonsten schwarzen Dokument kann je nach Geräteerkennung und Vertragsdefinition als Farbseite abgerechnet werden. Für Unternehmen mit Briefpapier, Logos oder farbigen E-Mail-Ausdrucken kann diese Regel den Monatsbetrag deutlich stärker beeinflussen als der Schwarzweißpreis.

Vor der Entscheidung sollten folgende Punkte schriftlich geklärt sein:

Bei einem Laserdrucker sind Trommel und Fixiereinheit eigenständige Verschleißkomponenten; die Fixiereinheit verbindet den Toner durch Wärme mit dem Papier. Ob solche Teile im Seitenpreis enthalten sind, ist keine allgemeine Eigenschaft des Mietmodells. Der Vertrag muss die eingeschlossenen Teile und Ausschlüsse eindeutig benennen.

Drei Angebote mit denselben Nutzungsdaten vergleichen

Ein belastbarer Vergleich verwendet für jedes Angebot dasselbe niedrige, typische und hohe Monatsvolumen. Nur der durchschnittliche Monat reicht nicht, weil Mehrseitenpreise bei einer Auslastungsspitze und Mindestmengen in einem schwachen Monat unterschiedliche Wirkungen haben.

Für jedes Szenario werden Grundrate, Schwarzweißkosten, Farbkosten, A3-Zuschläge und weitere feste Positionen addiert. Danach sollte die Summe über die vorgesehene Vertragsdauer betrachtet werden. Ein Angebot mit niedriger Monatsrate kann insgesamt teurer sein, wenn die Mehrseiten hoch bepreist sind oder ein zu knappes Kontingent gewählt wurde. Umgekehrt ist ein großes Paket nicht wirtschaftlich, wenn ein erheblicher Teil dauerhaft verfällt.

Die Entscheidung lässt sich mit einer einfachen Wenn-dann-Logik eingrenzen:

Der richtige Entscheidungspunkt liegt nicht beim niedrigsten Klickpreis

Ein Seitenpreis-Modell ist wirtschaftlich, wenn die Gesamtkosten über realistische Nutzungsphasen günstiger oder besser planbar sind als die vollständig gerechnete Alternative. Zu dieser Alternative gehören nicht nur Gerätekosten und Toner, sondern auch Wartung, Reparaturen, Ersatzteile, Ausfallrisiken und interner Verwaltungsaufwand. Kosten, die in beiden Varianten identisch anfallen, sollten nicht einseitig nur einer Option zugerechnet werden.

Für die Freigabe eines Angebots reichen am Ende vier belastbare Werte: das typische monatliche Schwarzweißvolumen, das typische Farbvolumen, ein realistischer Spitzenmonat und die Gesamtkosten über die vorgesehene Vertragsdauer. Passen diese Nutzungsdaten zu Mindestmenge, Leistungsumfang und Anpassungsregeln, kann die Abrechnung pro Druckseite eine gut steuerbare Lösung sein. Ohne belastbare Zählerstände bleibt der niedrige Seitenpreis dagegen nur eine Zahl aus dem Angebot.

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Autor

Christian Janssen