Synology-NAS als Druckserver verwenden: Was noch unterstützt wird

Lesedauer: 9 Min
Aktualisiert: 18. Juli 2026 22:10

Ein Synology-NAS kann Druckaufträge im Heim- oder Büronetz verteilen, solange das Modell, das Betriebssystem und der Druckertyp zusammenpassen. Entscheidend ist zuerst, ob Dein NAS die Druckerfreigabe noch anbietet und ob der Drucker per USB oder über das Netzwerk eingebunden werden soll. Bei älteren NAS- oder Druckermodellen ist oft nicht die Funktion selbst das Problem, sondern die Unterstützung des Druckers, des Treibers oder des verwendeten Protokolls. Am sichersten ist deshalb ein kurzer Technik-Check, bevor Du Druckerwarteschlangen oder Freigaben einrichtest.

Im Alltag geht es meist um drei Fragen: Wird der Drucker vom NAS überhaupt erkannt, kann er im Netzwerk sauber angesprochen werden, und bleibt die Freigabe nach einem Neustart stabil? Genau daran lässt sich einschätzen, ob Du mit der vorhandenen Hardware weiterarbeiten kannst oder ob ein anderer Anschlussweg sinnvoller ist. Für viele Setups reicht ein klarer Blick auf die Modellunterstützung, die Freigabe im DSM und die Art des Druckers.

Welche Druckerarten am NAS typischerweise funktionieren

Ein Druckserver über Synology ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Drucker dauerhaft im Netz verfügbar sein soll und nicht an einen einzelnen Computer gebunden werden darf. USB-Drucker sind dabei oft am einfachsten, weil das NAS sie direkt verwalten kann. Netzwerkdrucker funktionieren ebenfalls, laufen aber meist eher über ihre eigene IP-Adresse und werden vom NAS nur zusätzlich eingebunden oder verwaltet.

Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen einfachen Druckern und Multifunktionsgeräten. Drucken lässt sich häufig noch einrichten, während Scannen, Gerätestatus oder Spezialfunktionen je nach Modell deutlich eingeschränkter sein können. Je mehr Sonderfunktionen der Drucker mitbringt, desto wahrscheinlicher ist es, dass nur ein Teil davon über das NAS nutzbar bleibt.

  • USB-Drucker eignen sich meist am besten für eine direkte Freigabe über das NAS.
  • Netzwerkdrucker bleiben oft über ihre eigene Adresse erreichbar und müssen nicht zwingend über das NAS laufen.
  • Multifunktionsdrucker sind beim Drucken oft unkritisch, bei Scannen und Verwaltung aber stärker modellabhängig.
  • Sehr alte Druckermodelle brauchen häufig passende Protokolle oder werden nur noch eingeschränkt erkannt.

Woran Du erkennst, ob Dein Synology-System noch mitspielt

Ob die Druckerfreigabe auf Deinem Gerät noch sinnvoll nutzbar ist, hängt vor allem von der DSM-Version, dem verfügbaren Dienst und dem Zustand des angeschlossenen Druckers ab. Prüfe zuerst, ob die Druckerfunktion in der Systemsteuerung sichtbar ist und ob das NAS angeschlossene USB-Geräte sauber erkennt. Wenn der Drucker zwar angezeigt wird, aber keine Testseite druckt, liegt die Ursache oft nicht am NAS selbst, sondern an einem Treiber-, Freigabe- oder USB-Thema.

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Auch die Art der Druckaufträge spielt eine Rolle. Einfache Textdokumente laufen häufig problemlos, während Spezialformate oder herstellerspezifische Druckfunktionen fehlen können. In so einem Fall hilft es, den Drucker zunächst als einfachen Netzwerkdrucker oder Standarddrucker zu testen, bevor Du an komplexeren Einstellungen suchst.

So richtest Du die Freigabe sauber ein

Für eine stabile Nutzung lohnt sich ein systematischer Aufbau. Zuerst kommt der Anschlussweg, danach die Freigabe und erst am Ende die Prüfung am Client-Gerät. So vermeidest Du, dass Du Fehler im NAS, im Drucker oder im Computer vermischst.

  1. Schließe den Drucker möglichst direkt an das NAS an, wenn Du ihn als USB-Drucker betreiben willst.
  2. Prüfe im DSM, ob das Gerät erkannt wird und ob die Druckerfunktion aktiviert werden kann.
  3. Lege die Freigabe so an, dass mehrere Endgeräte denselben Drucker nutzen können.
  4. Installiere am Computer nur die nötigen Druckerdaten, wenn das Modell sie erfordert.
  5. Teste zuerst einen einfachen Druckauftrag, bevor Du weitere Funktionen einrichtest.

Wenn der Drucker im Netzwerk bereits eine feste Adresse hat, kann es sinnvoll sein, ihn direkt über die eigene IP anzusprechen. Dann nutzt Du das NAS eher als zentrale Verwaltungsstelle oder als Zwischenstation für Freigaben, ohne unnötig doppelte Wege aufzubauen. Das macht die Fehlerdiagnose einfacher, weil Du schneller siehst, ob der Drucker selbst oder die NAS-Freigabe bremst.

Welche Funktionen oft unterstützt werden und welche nicht

In vielen Setups ist das Drucken die zuverlässig unterstützte Funktion. Das gilt besonders bei Standarddruckern, die keine besonderen Zusatzdienste brauchen. Schwieriger wird es bei Scan-to-Folder, Faxweiterleitung, Gerätestatusabfragen oder Hersteller-Apps, weil solche Funktionen oft eigene Software oder ein passendes Protokoll verlangen.

Anleitung
1Schließe den Drucker möglichst direkt an das NAS an, wenn Du ihn als USB-Drucker betreiben willst.
2Prüfe im DSM, ob das Gerät erkannt wird und ob die Druckerfunktion aktiviert werden kann.
3Lege die Freigabe so an, dass mehrere Endgeräte denselben Drucker nutzen können.
4Installiere am Computer nur die nötigen Druckerdaten, wenn das Modell sie erfordert.
5Teste zuerst einen einfachen Druckauftrag, bevor Du weitere Funktionen einrichtest.

Ein NAS als Druckserver ersetzt also nicht automatisch die komplette Herstellerumgebung. Du kannst meist Druckaufträge zentral bereitstellen, aber nicht jede Spezialfunktion des Geräts in gleicher Qualität nachbilden. Genau deshalb lohnt sich vor der Einrichtung ein Blick auf die Frage, welche Aufgabe der Drucker im Alltag wirklich übernehmen soll.

  • Drucken über das Heim- oder Büronetz ist oft der stabilste Anwendungsfall.
  • Scannen über das NAS ist möglich, aber deutlich stärker vom Modell abhängig.
  • Gerätestatus, Tintenstand oder Wartungsmeldungen werden nicht immer vollständig übertragen.
  • Herstellerspezifische Komfortfunktionen lassen sich häufig nicht eins zu eins nachbilden.

Wenn der Drucker nicht erkannt wird

Wird der Drucker am NAS nicht angezeigt, beginne mit den physischen Grundlagen. Prüfe Kabel, USB-Port, Stromversorgung und den Startzustand des Geräts. Danach hilft ein Neustart von Drucker und NAS in dieser Reihenfolge, weil sich so oft hängengebliebene Verbindungen lösen.

Bleibt der Drucker unsichtbar, ist als Nächstes der Gerätetyp wichtig. Manche Modelle melden sich nur eingeschränkt an, manche brauchen eine andere Anbindung, und manche ältere Geräte funktionieren nur mit älteren Protokollen. Dann ist es sinnvoll, nicht weiter an der Freigabe herumzuprobieren, sondern testweise direkt am Computer oder über die Netzwerkschnittstelle des Druckers gegenzuprüfen.

Ein sinnvoller Weg zur Fehlersuche

Wenn ein Druckauftrag nicht ankommt, hilft eine feste Reihenfolge mehr als wahlloses Umstellen. So grenzt Du ein, ob das Problem beim NAS, beim Drucker oder am Endgerät liegt. Besonders bei mehreren Computern im Netz spart das viel Zeit.

  • Prüfe zuerst, ob der Drucker eingeschaltet und betriebsbereit ist.
  • Kontrolliere, ob das NAS den Drucker weiterhin erkennt.
  • Sende danach einen einfachen Testdruck statt eines komplexen Dokuments.
  • Vergleiche, ob ein anderes Endgerät denselben Fehler zeigt.
  • Schau erst zum Schluss auf Druckwarteschlange, Freigabe oder Treiber.

Diese Reihenfolge hilft, weil Du damit offensichtliche Ursachen vor allem Software- oder Netzwerkfragen vorziehst. Wenn schon der Testdruck nicht durchkommt, bringt ein neuer Freigabename wenig. Wenn der Testdruck dagegen klappt, liegt die Ursache meist am Client, am Dateiformat oder an der Druckwarteschlange.

Grenzen, bei denen Du besser anders planst

Ein NAS ist als Druckserver praktisch, aber nicht immer die beste Basis für jede Druckumgebung. Wenn Du viele Spezialfunktionen, sehr neue Herstellertreiber oder eine enge Bindung an proprietäre Verwaltungssoftware brauchst, ist eine direkte Druckereinbindung oft robuster. Das gilt auch dann, wenn das NAS ansonsten zuverlässig läuft, aber der Drucker nur eingeschränkt erkannt wird.

Hilfreich ist deshalb eine einfache Regel: Je standardisierter der Drucker, desto eher lohnt sich die NAS-Freigabe. Je spezieller der Funktionsumfang, desto eher solltest Du mit Einschränkungen rechnen. Wer das vorher klärt, erspart sich unnötige Umbauten und kann das vorhandene Setup gezielt nutzen.

Wichtige Prüfpunkte vor der dauerhaften Nutzung

Bevor Du den Druckserver im Alltag fest einplanst, prüfe noch einmal die praktische Stabilität. Das betrifft vor allem das Verhalten nach Neustarts, die Sichtbarkeit im Netz und die Reaktion auf mehrere Druckaufträge hintereinander. Ein sauber laufender Test über ein bis zwei Geräte sagt mehr als eine einmalige Einzelprobe.

  • Bleibt der Drucker nach einem NAS-Neustart sichtbar?
  • Wird ein einfacher Testdruck ohne Verzögerung ausgeführt?
  • Funktioniert der Druck auch von einem zweiten Gerät aus?
  • Bleibt die Verbindung stabil, wenn der Drucker länger eingeschaltet ist?
  • Werden keine doppelt angelegten Drucker oder falschen Standardziele angezeigt?

Wenn diese Punkte passen, ist die Einrichtung im Alltag meist tragfähig. Wenn nicht, liegt die Ursache oft in einer unklaren Gerätestruktur, einem wechselnden Netzwerkpfad oder einer zu komplexen Freigabekette. Dann lohnt es sich, das Setup wieder zu vereinfachen, statt weitere Ebenen hinzuzufügen.

Häufige Fragen zum Synology-Druckserver

Welche Drucker funktionieren an einem Synology-NAS am zuverlässigsten?

Am stabilsten laufen meist einfache USB-Drucker und standardisierte Netzwerkdrucker ohne viele Sonderfunktionen. Je weniger der Drucker auf herstellerspezifische Zusatzsoftware angewiesen ist, desto eher klappt die Freigabe über das NAS ohne Umwege. Bei Multifunktionsgeräten ist das Drucken oft unkritisch, während Scan- und Statusfunktionen stärker vom Modell abhängen.

Warum wird mein Drucker vom Synology-NAS nicht erkannt?

Häufig steckt ein simples Anschluss- oder Freigabethema dahinter, etwa ein lockeres USB-Kabel, ein unpassender Port oder ein Drucker, der noch nicht vollständig gestartet ist. Prüfe zuerst, ob das NAS das Gerät überhaupt sieht und ob der Drucker selbst betriebsbereit meldet. Wenn das nicht hilft, ist die Modell- und Protokollunterstützung der nächste wichtige Prüfpunkt.

Kann ich einen Netzwerkdrucker auch ohne NAS direkt verwenden?

Ja, das ist oft sogar der einfachere Weg, wenn der Drucker bereits eine feste IP-Adresse im Netz hat. Dann muss das NAS nicht als Zwischenstation dienen, sondern nur dort eingesetzt werden, wo Du eine zentrale Freigabe wirklich brauchst. Für die Fehlersuche ist dieser Weg oft klarer, weil Du NAS und Drucker leichter getrennt prüfen kannst.

Funktioniert auch das Scannen über den Synology-Druckserver?

Drucken ist in der Regel deutlich unkritischer als Scannen. Ob Scanfunktionen sauber unterstützt werden, hängt stark vom Druckermodell und von der vorgesehenen Einbindung ab. Wenn nur das Drucken wichtig ist, solltest Du die Scan-Funktion nicht als automatisch verfügbare Zusatzleistung einplanen.

Was mache ich, wenn der Druckauftrag über das NAS hängen bleibt?

Dann lohnt sich eine Prüfung in fester Reihenfolge: erst Druckerstatus und Testdruck, dann NAS-Erkennung, danach erst die Warteschlange am Endgerät. So erkennst Du schneller, ob der Auftrag am Drucker selbst, an der Freigabe oder am Computer festhängt. Komplexe Dokumente ersetzen dabei einen einfachen Testdruck nicht, weil sie zusätzliche Fehlerquellen mitbringen können.

Ist ein Synology-NAS als Druckserver für mehrere Geräte sinnvoll?

Ja, wenn Du einen zentralen Drucker für mehrere Computer oder Benutzer bereitstellen willst, kann das sehr praktisch sein. Sinnvoll ist das vor allem dann, wenn alle Geräte denselben Drucker nutzen und keine Sonderfunktionen pro Arbeitsplatz nötig sind. Bei wechselnden Protokollen oder sehr unterschiedlichen Endgeräten steigt dagegen der Pflegeaufwand.

Kann eine alte DSM-Version die Druckfunktion einschränken?

Ja, weil die verfügbaren Dienste und Schnittstellen je nach Systemstand unterschiedlich sein können. Entscheidend ist nicht nur, ob die Funktion im Menü auftaucht, sondern auch, ob der Drucker nach einem Neustart noch stabil erreichbar bleibt. Wenn die Freigabe zwar anlegbar ist, der Druck aber nicht sauber durchläuft, spricht das oft für eine Limitierung der Kombination aus NAS, DSM und Druckermodell.

Wann sollte ich den Drucker lieber direkt statt über das NAS einbinden?

Das ist meist die bessere Wahl, wenn Du Spezialfunktionen, möglichst vollständige Gerätestatusanzeigen oder sehr neue Herstellersoftware brauchst. Auch bei Modellen mit unklarer Protokollunterstützung ist die direkte Einbindung oft robuster als ein zusätzlicher NAS-Zwischenschritt. Wenn die Druckfunktion über das NAS nur mit häufigen Aussetzern läuft, ist Vereinfachen meist sinnvoller als weiteres Nachjustieren.

Checkliste
  • USB-Drucker eignen sich meist am besten für eine direkte Freigabe über das NAS.
  • Netzwerkdrucker bleiben oft über ihre eigene Adresse erreichbar und müssen nicht zwingend über das NAS laufen.
  • Multifunktionsdrucker sind beim Drucken oft unkritisch, bei Scannen und Verwaltung aber stärker modellabhängig.
  • Sehr alte Druckermodelle brauchen häufig passende Protokolle oder werden nur noch eingeschränkt erkannt.

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